Liebe Rödgener!

Zu Beginn darf ich Ihnen allen ein frohes neues Jahr wünschen und natürlich ganz herzlich dem Räärer-Team zum Jubiläum gratulieren. Macht weiter so und erfreut die Rödgener mit vielen weiteren Ausgaben des Räärer’s.

Zurückblickend auf ein turbulentes 2013 beim TTC Rödgen muss ich sagen, dass es fast besser hätte nicht laufen können. Im sportlichen Bereich hat sich unsere 1. Mannschaft auf einen hervorragenden 2. Platz in ihrer Gruppe gespielt, welcher, sofern er auch am Ende der Runde erreicht wird, zu den Relegationsspielen um den Aufstieg in die Bezirksklasse berechtigt. Nach etwa zehnjähriger Abstinenz würde dies für einen kleinen Verein wie wir einer sind eine große Herausforderung bedeuten, welcher es sich zu stellen gilt, wenn der Aufstieg tatsächlich geschafft wird. Die Chancen stehen jedoch gar nicht so schlecht, diesen Platz auch am Ende der Saison einnehmen zu dürfen, sofern uns das Verletzungspech nicht ereilt und wir unsere Form einigermaßen konservieren können. Allerdings ist dies noch Zukunftsmusik und wir wissen alle, was wir noch vor uns haben. Die sportlich positive Entwicklung unseres Vereins ist auch bei unserem Nachwuchs spürbar. Hier dürfen unsere Mannschaften mittlerweile um den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse kämpfen. Aufgrund der nunmehr 17 (!) Nachwuchsspieler werden wir ab Januar 2014 eine weitere Schülermannschaft ins Rennen schicken, welche künftig zusätzlich durch die Trainer betreut werden muss. An dieser Stelle darf ich mich nochmals für die bisherige Unterstützung einiger Eltern und Großeltern bedanken, denn ohne Sie wäre es organisatorisch nicht möglich Ihren Kindern das wettkampforientierte Tischtennisspielen in Rödgen in dieser Form zu ermöglichen. Bei nunmehr 3 Schülermannschaften steigt nicht nur der Planungsaufwand, sondern auch der Konkurrenzkampf innerhalb der Teams. Mit der Einführung des neuen Punktesystems, welches auch vollumfänglich bei den Kindern angewandt wird, entscheiden nunmehr wenige gewonnene oder verlorene Spiele über die Platzierungen innerhalb der Mannschaften. Aber auch mannschaftsübergreifend mussten schon Veränderungen vorgenommen werden. Die Schwierigkeit für die Trainer besteht darin, die Mannschaften, unter Berücksichtigung der erzielten Punkte jedes Einzelnen, dem Alter entsprechend, möglichst homogen und natürlich spielstark zu gestalten. Welchen Problemen man sich dabei gegenüber gestellt sieht, war so auch von uns nicht erwartet worden. Wie sich herausgestellt hat, ist das Organisieren der Fahrten zu den Auswärtsspielen noch das kleinste Problem, welches wir zuvor eigentlich als das Größte angesehen haben. Die Palette reicht von sehr vielschichtigen zwischenmenschlichen Kriterien bis hin zu Schwierigkeiten bei der Koordinierung mit anderen Sportarten. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Eltern und Kinder mittlerweile sehr diszipliniert sein müssen, um ihre Termine neben den schulischen Anforderungen überhaupt unter einen Hut zu bekommen. Der Eine oder Andere hetzt sich noch schnell zum Training oder den Spielen und soll dann möglichst Topleistungen abrufen. Da lastet schon ein großer Druck auf unseren Kindern, mit welchem sie alle bravurös umzugehen wissen. Was aber trotz allem Stress unter dem Strich heraus gekommen ist, sucht im Sportkreis jetzt schon seines Gleichen. Wenn sich das in unserem Jugendbereich so weiter entwickelt und davon gehe ich aus, denn bei allen Hindernissen steht der Spaß im Vordergrund und dieser ist bisher bei keinem der Akteure verloren gegangen, bin ich mal gespannt, wo wir in ein paar Jahren stehen werden und wovon man Ihnen im Räärer berichten darf. Eine Nachricht könnte so aussehen: “TTC Gießen-Rödgen übernimmt nach über 10 Jahren erneut 6 jugendliche Rödgener (!) aus den eigenen Reihen in den Aktivenbereich und es könnte die nächsten Jahre so weiter gehen!“. Naja, warten wir es ab und kommen zur Entwicklung des Vereins und seiner Präsenz im Rödgener Vereinsgeschehen: An dieser Stelle freue ich mich sagen zu können, dass wir als Tischtennisverein uns erstmals auch bei einem anderen Verein, nämlich der Burschenschaft, mittels tatkräftiger Unterstützung bei einem ihrer Events für die Zusammenarbeit im letzten Jahr bedanken und wir so auch euch etwas zurückgeben konnten. Außerdem möchte ich voller Stolz den überaus gelungenen Ortspokal in der Rödgener Sporthalle erwähnen, denn damit haben wir beweisen können, dass Tischtennis im Rödgener Ortsgeschehen wieder ein fester Bestandteil sein kann und salonfähig ist. Zudem konnte m. E. auch das eine oder andere Eis im persönlichen Gespräch gebrochen werden, was uns ebenfalls wieder näher an Rödgen gebracht hat. Weiterhin konnten wir, trotz teils schmerzlicher Austritte, unsere Mitgliederzahl erstmals seit einigen Jahren deutlich vergrößern. Dies ist gleicher Maßen auf die Tischtennisjugend, wie auch auf die enorm gestiegene Zahl der Teilnehmer an unserem Kinderturnen zurück zu führen, weshalb ich mich hier ausdrücklich bei Annette Schmalz bedanken möchte. Ihre Art mit den Kindern umzugehen ist einmalig und macht uns als Tischtennis-Sportverein schon früh attraktiv und ich denke auch ein Stück weit sympathisch. Annette ist daher auch für die Außendarstellung unseres Vereins ein wichtiger Baustein. Außerdem durften wir uns erstmals beim Kirchenfest präsentieren und auch dort den Rödgenern unseren Sport näher bringen. Als letztes Highlight im Jahre 2013 bleibt zur Entwicklung abschließend noch unsere Weihnachtsfahrt auf den Kölner Weihnachtsmarkt zu erwähnen, welche erneut hervorragend lief und sicherlich die eine oder andere Geschichte für den Stammtisch hervor gebracht hat. Neben der kleinen Weihnachtsfeier mit unserer Tischtennisjugend besuchte der Nikolaus auch das Kinderturnen, sodass das Jahr einen weihnachtlichen Ausklang beim Tischtennisverein fand.

Wagen wir noch einen Blick in die Glaskugel: Natürlich wird in diesem Jahr wieder der Ortspokal stattfinden. Hier erhoffen wir uns einen noch größeren Zuspruch als 2013. Im sportlichen Bereich könnte es nach dem Abstieg der 2. Herrenmannschaft im letzten Jahr, in diesem Jahr ausschließlich aufwärts gehen. Eventuell lässt sich ja im Aktivenbereich der eine oder andere “Neuzugang verpflichten“ und vielleicht sorgen unsere Akteure bei den Einzelmeisterschaften wieder für Furore. Steht alles noch in den Sternen, aber ich bin sicher, ich werde wieder etwas Positives zu berichten wissen.

Alexander Hannak