Zunächst darf ich eine kleine Korrektur meines letzten Berichtes vornehmen:
Unser erster, erster Vorsitzender, Lothar Naujoks, ist natürlich nicht 75 Jahre alt geworden, sondern 85. Lieber Lothar, ich hoffe Du kannst mir den kleinen Fauxpas verzeihen. Ich habe dafür schon einigen Hohn einstecken müssen.

Wer meine Berichte in den letzten Räärer-Ausgaben gelesen hat, wird sicherlich festgestellt haben, dass sich Einiges beim Tischtennis-Club 1971 Gießen-Rödgen e. V. getan hat. Da ich immer noch auf dieser anfänglichen Euphoriewelle gleite, müsste ich jetzt eigentlich wieder über das Phänomen Jugend in unserem Verein philosophieren. Aber, wir haben dort nunmehr eine neue Phase erreicht, die mich eher dazu verleitet, die Entwicklung der Kinder in den Vordergrund zu rücken und nicht mehr einfach nur froh zu sein, so viele Kinder für unseren Sport gewonnen zu haben. Auch dank der Übungsleiter Simon Wrobel und Lars Hölkeskamp, die in den letzten Monaten sehr gute Arbeit geleistet haben, konnten ALLE Kinder diesen Schritt in einer extrem kurzen Zeit vollziehen und haben sich spielerisch derart gesteigert, dass mittlerweile beide Mannschaften als Aufstiegsaspiranten in die neue Saison starten werden. Leider wird Lars aus beruflichen Gründen als Jugendtrainer künftig nicht mehr zur Verfügung stehen, sodass ich wieder in die Jugendarbeit eingestiegen bin und zusammen mit Simon die Übungsleitung übernommen habe. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Lars, dem es auch nicht ganz so leicht gefallen ist, euch nicht mehr trainieren zu können. Außerdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich bei meiner Frau für Ihre Unterstützung zu bedanken, denn das bedeutet natürlich immer eine Reduzierung der gemeinsamen Zeit. Um wieder auf die riesige sportliche Entwicklung der Kinder zurück zu kommen: Wenn ein Tischtennisspieler vom Tischtennisspielen redet, meint er tatsächlich den Sport mit allen seinen Fassetten. Das Material bis hin zur Ausrüstung, der Stellung zum Ball und die unterschiedlichen Schlagtechniken mit ihren Auswirkungen, sowie die “psychologische Kriegsführung“ im Punktspiel, ist oft ein Thema. Ein Ping-Pong-Spieler konzentriert sich hingegen darauf, den Ball möglichst oft über das Netz zu befördern, egal wie. Warum dies aber manchmal gelingt und manchmal nicht, darüber kann man im Detail nicht diskutieren. Die Jugendspieler/-innen unseres Vereins können Ihnen dies jedoch erklären. Sie sind nicht mehr nur die Ping-Pong-Spieler/-innen, sondern richtige Tischtennisspieler/-innen geworden, die sich stets verbessern wollen und werden. Der oder die Eine etwas schneller oder eben auch etwas langsamer, aber besser werden alle und das ist sehr schön nunmehr hautnah miterleben und weiterentwickeln zu dürfen. Wer sich hiervon gerne einmal überzeugen und einem “richtigen Tischtennisspiel“ beiwohnen möchte, ist recht herzlich zu unseren Jugendspielen in der Halle eingeladen. Wenn Sie miterleben möchten, wie Größe keine Rolle spielt und der Kleine den Großen klein aussehen lässt, nur weil er das Spiel und seine Nerven einfach besser beherrscht, dann sind Sie bei uns in der Halle genau richtig. Tischtennis ist viel nervenaufreibender als so manch Einer denkt. Selbst für mich, der schon sehr lange Tischtennis spielt, ist es manchmal noch aufregender bei einem Spiel unserer Jugend mitzufiebern, als selbst an der Platte zu stehen. Ich kann Ihnen sagen, die machen einen erfahrenen Hasen im positiven Sinne fertig. Da wird ohne Probleme bei 0:2 Satzrückstand und 3 abgewehrten Matchbällen das Spiel noch gedreht und mit 3:2 in der Verlängerung des 5. Satzes der Sieg nach Hause gefahren. KRASS. Dann wird mit den Mannschaftskollegen abgeklatscht und gefragt: „Wann bin ich wieder dran?“ Sie merken schon, dass ich natürlich emotional etwas mehr eingebunden bin als Außenstehende, doch ich bin mir zu 100% sicher, dass auch Sie sich von den Spielern und Spielerinnen mitreißen lassen werden.

Zum Abschluss darf ich Sie über die vergangenen und die unmittelbar folgenden Ereignisse informieren:
Am 01.06.2013 fand unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Wer die Artikel in den Zeitungen nicht gelesen hat, sei noch einmal davon in Kenntnis gesetzt, dass wir Jürgen Adams in den elitären Kreis unserer Ehrenvorsitzenden, bzw. Ehrenmitglieder aufgenommen haben. Wie Sie sicherlich wissen, hat sich Jürgen in erheblichem Maße für unseren Verein verdient gemacht. Die Ernennung durch die Mitgliederversammlung war daher eine reine Formsache und selbstverständlich. Neben der SEPA-Lastschriftverfahren-Einführung und einer kleineren Satzungsänderung, bestimmte auch hier die gute, aber auch kostspielige Entwicklung in unserem Jugendbereich die Sitzung. Nicht nur deshalb, wurde nach Finanzierungsmöglichkeiten gesucht und große Hoffnung in den am 24.08.2013 stattfindenden Tischtennis-Ortspokal gesetzt. Man könnte also sagen, dass alle Teilnehmer am Ortspokal unmittelbar unsere Jugendarbeit unterstützen. Demnach hoffen wir auf einen tollen Tag mit viel Spaß und einer vollen “Hütte“. Informationen und eine Anmeldemöglichkeit zum Ortspokal finden Sie auf unserer Homepage (www.ttc-roedgen.de). Zudem teilen wir in Rödgen noch einmal Flyer aus, sodass Sie sich dann ausreichend informiert fühlen dürfen. An dieser Stelle geht vorab ein Dank an alle Sponsoren, die sich auf unserem Flyer verewigen ließen und somit den ersten Anstoß für einen gelungenen Ortspokal gegeben haben. Außerdem sei noch gesagt, dass sich Keiner blamiert und der Spaß für uns im Vordergrund steht. Es will auch sicherlich keiner einen neuen Timo Boll aus Ihnen machen. Also keine Angst und auf zu einem schönen Familientag.

Premiere feiern wir als Tischtennisverein beim diesjährigen Kirchenfest. Mit sehr viel Vorfreude werden wir dieses Fest hoffentlich mit ein paar Tischtennisspielchen bereichern können. Hier ein Dank an die Organisatoren, dass wir daran teilnehmen dürfen.

Premiere wurde auch auf unserer Kirmes gefeiert, denn dort durften wir erstmals der Burschenschaft und dem Schützenverein als Spüler und Zapfer behilflich sein. Auch wenn es ein ungewohnt harter Job für uns war, hoffen wir, dass wir uns zufriedenstellend geschlagen haben und ihr uns im nächsten Jahr wieder dabei haben wollt.

Zum Ende meiner Berichte fällt mir immer noch ein, dass wir gerne auch einmal Rödgener zu unseren Heimspielen begrüßen würden. Da unsere Spiele erst um 20:00 Uhr und meist am Donnerstag beginnen, ist es sicherlich nicht leicht den Weg in unsere Sporthalle zu finden, das ist klar. Wenn dennoch Interesse besteht, bitte einfach eine kurze Email an unseren Vorstand (vorstand@ttc-roedgen.de) und wir übersenden Ihnen einen Spielplan. Ausreichend Sitzmöglichkeiten und kalte Getränke stehen bereit. Zudem werden wir uns in der nächsten Vorstandssitzung Gedanken machen, wie wir Sie möglichst unkompliziert über unsere Heimspiele in Kenntnis setzen können. Für brandheiße Tipps wären wir natürlich sehr dankbar.

Vielen Dank, dass Sie den Bericht bis zum Ende gelesen haben, denn er ist ja schon wieder etwas länger geworden.

Alexander Hannak